“Netzwerk Engagierte Stadt – Quo vadis?” Gemeinsam die Zukunft des Ehrenamts gestalten

Am Dienstag, den 23. Juni 2026, nahm Bocholt Pride e.V. am ganztägigen Workshop „Netzwerk Engagierte Stadt – Quo vadis?“ im LernWerk teil. Eingeladen hatte das Netzwerk Engagierte Stadt Bocholt, dessen Mitglied der Verein ist. Für Bocholt Pride e.V. vertrat der 1. Vorsitzende Thorsten Jansen den Verein.

Als gemeinnütziger Verein versteht Bocholt Pride e.V. gesellschaftliches Engagement nicht nur als Einsatz für die queere Community, sondern auch als Beitrag zu einer lebendigen und vielfältigen Vereinslandschaft in Bocholt. Die Teilnahme am Workshop bot daher die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam mit anderen Akteur*innen an Ideen für die zukünftige Entwicklung des Ehrenamts in der Stadt mitzuwirken.

Nach einer Einführung in die Entstehung und bisherige Entwicklung des Netzwerks begann die eigentliche Arbeitsphase. In unterschiedlichen Arbeitsformaten beschäftigten sich die insgesamt 21 Vertreter*innen aus Bocholter Vereinen, Organisationen und der Stadtverwaltung mit den aktuellen Herausforderungen und Perspektiven des Vereinslebens. Dabei wurden unter anderem der derzeitige Stand des Netzwerks, bereits erfolgreiche Strukturen sowie zukünftige Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet. Sowohl in der Gesamtgruppe als auch in kleineren Arbeitsgruppen entstand ein intensiver Austausch über die Frage, wie das ehrenamtliche Engagement in Bocholt nachhaltig gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteur*innen weiter ausgebaut werden kann.

Besonders bereichernd war dabei der Blick über den eigenen Vereinsalltag hinaus. Die teilnehmenden Organisationen kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und verfolgen jeweils eigene Ziele und Aufgaben. Dennoch zeigte sich im Verlauf der Gespräche, dass viele Vereine vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Themen wie die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher, der Austausch untereinander oder die Weiterentwicklung bestehender Strukturen beschäftigen zahlreiche Organisationen unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Tätigkeitsschwerpunkt.

Auch die Mittagspause bot Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Gespräche zu führen. Der persönliche Austausch mit Vertreter*innen anderer Vereine und Organisationen ermöglichte wertvolle Einblicke in deren Arbeit und eröffnete neue Perspektiven auf gemeinsame Herausforderungen innerhalb der Bocholter Vereinslandschaft.

Zum Abschluss des Workshops wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammengetragen und gemeinsame Schwerpunkte für die weitere Entwicklung des Netzwerks festgelegt. Die erarbeiteten Ideen sollen nun schrittweise weiterentwickelt und gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen umgesetzt werden.

Auch wenn die Veranstaltung keinen unmittelbaren Bezug zur queeren Community hatte, war die Teilnahme für Bocholt Pride e.V. von großer Bedeutung. Ein starkes Netzwerk engagierter Vereine schafft die Grundlage für Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und ein vielfältiges gesellschaftliches Miteinander. Von diesen Strukturen profitieren letztlich alle Vereine, auch solche, die sich für die Interessen queerer Menschen einsetzen.

Passend fasste Ehrenamtskoordinatorin Francis Heitkötter die Ergebnisse des Tages zusammen: „Der Workshop hat gezeigt, wie viel Erfahrung, Ideenreichtum und Bereitschaft zur Zusammenarbeit in unserem Netzwerk stecken. Gleichzeitig ist deutlich geworden, dass wir das vielfältige Engagement in Bocholt noch sichtbarer machen müssen. Wenn wir unsere Stärken bündeln und den Austausch weiter fördern, können wir noch mehr Menschen für das Ehrenamt begeistern.“

Bocholt Pride e.V. bedankt sich beim Netzwerk Engagierte Stadt Bocholt für die Einladung und freut sich darauf, den weiteren Entwicklungsprozess auch künftig aktiv zu begleiten.